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Kaut man Couscous?

Mittlerweile ist das nordafrikanische Hauptnahrungsmittel Couscous in den deutschen Haushalten angekommen. Es wird in fancigen Bowls verwendet, oder als Beilage wenn man versucht orientalisch zu kochen, oder wenn man sich Mal wieder sagt "ab jetzt wird alles anders", die Yogamatte ausrollt, den Smoothie kalt stellt und fad gewürzte Hähnchenbrust mit Blattspinat und Couscous kocht. Aber so richtig lieben tun es die Deutschen eigentlich nicht so wirklich. Und um ganz ehrlich zu sein... ich auch nicht.

Aber ist das wirklich Couscous' schuld?

Nein. Es liegt daran, dass wir uns nicht unvoreingenommen darauf einlassen können. Insgeheim vergleichen wir Couscous mit den anderen Sättigungsbeilagen die wir so kennen. Ist es wie Kartoffeln? Nein. Ist es wie Spaghetti? Nein. Ist es wie Spätzle? Nein. Ist es wie Reis? Ja, es ist klein und körnig. Also wird es jetzt wie Reis benutzt. Da Couscous eben nicht wie Reis ist, kann es unsere Erwartung nur enttäuschen und wir finden es doof und komisch.

Couscous hat jedoch ganz spezielle und einzigartige Eigenschaften, die, richtig eingesetzt, ein Gericht auf eine Weise unterstützen können, wie es Kartoffeln und Spätzle nicht können. Und damit meine ich leider nicht, dass Couscous viel gesünder ist. Tut mir leid, aber ernährungsphysiologisch ähnelt Couscous sehr den gängigen Spaghetti.

Also, was ist Couscous und was tut er?

Handelsüblich ist Couscous aus Weizengrieß, kann aber auch, je nach Region, aus Hirse oder Gerste sein. Bei der Herstellung wird der Weizengrieß feucht zu Kügelchen zerrieben. Und da liegt der Hund auch schon begraben. Die kleinen Kügelchen haben zusammen eine sehr große Oberfläche und verteilen homogen den Bratensaft, ohne dabei matschig zu werden. Dabei wird der Geschmack abgerundet. Das Abbinden deiner Bratensoße kannst und solltest du dir sparen. Außerdem rückt Couscous primäre Geschmacksnoten wie Salz oder Schärfe in den Hintergrund, während Gewürzaromen betont werden.

Couscous eignet sich also hervorragend für Geschmortes und Gewürze. Damit unterscheidet er sich von den anderen Sättigungsbeilagen und sollte dementsprechend eingesetzt werden.

Gegessen wird Couscous übrigens eher mit der Zunge als mit den Zähnen. Auch sehr ungewohnt! Die kantenlosen Kügelchen werden mit der Zunge am Gaumen zerrieben und erzeugen dabei ein einzigartiges Mundgefühl, dass einer Massage gleicht. Klar finden wir das erstmal komisch, wenn wir aus heiterem Himmel massiert werden! Da muss man sich schon drauf einlassen.

In vielen nordafrikanischen Haushalten wird der Grieß übrigens noch von Hand gerieben und mehrere Stunden in einer Couscousière über dem eigentlichen Gargut wie Gemüse gedämpft. Wir hingegen nehmen unseren industriell vorgegarten Instant-Couscous, den Wasserkocher, Salz, Gewürze, etwas Öl und hauen alles zusammen. Denn seien wir mal ehrlich, wer hat schon eine Couscousière?

Und so geht das:

Für eine Person brauchst du etwa

100g Couscous

100ml kochendes Wasser (alternativ Brühe)

1El Fett

1Tl Salz

allerhand Gewürze

Ich hab kreuz und quer in meiner Gewürzschublade rumgegriffen und dabei ist rausgekommen: Safran, Nelke, Pfeffer, Knoblauch und Piment. Obwohl ich eine Verfechterin von frischem Knoblauch bin, eignet sich hier der getrocknete besser, weil das ganze am Schluss nur fünf Minuten durchzieht.

Leute, investiert in ein gutes Olivenöl, das lohnt sich! Wenn ihr aber nur ein günstiges da habt, nehmt lieber etwas Butter.

Ihr könnt das Wasser abmessen, oder ihr gießt einfach pi mal daumen soviel hinein, dass der Couscous bedeckt ist.

Jetzt kommt der schwierigste Part. Abgedeckt muss das ganze ein paar Minuten ziehen.

Und wow, die fluffige, leckere Sättigungsbeilage ist fertig und bereit für allerhand Schundluder! Meiner war tatsächlich so lecker, dass ich ihn einfach so weggefuttert habe, aber wenn ich nicht so hungrig gewesen wäre, hätte ich spontan noch kleingeschnittene Gurke, Zitrone und Minze rein gemacht.

Also, gib Cousous noch eine Chance und machs richtig,

deine Lexi und Leyla

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